Projektland Bulgarien

Projektbeschreibung

Viele Kinder werden in Bulgarien aus wirtschaftlicher Not von ihren Eltern in Heimen abgegeben, um das Überleben durch Unterstützung mit Nahrung, Unterkunft und Kleidung zu sichern. Bulgarien gilt heute als das ärmste Land Europas. Knapp die Hälfte der Einwohner im Balkanstaat lebt in Armut. Mit 21 Prozent (Stand 2016) liegt die Kinderarmut weit über dem EU-Durchschnitt. Besonders schwierig ist die Situation für Familien mit mehreren Kindern und ganz besonders für Roma-Kinder: Jedes zweite Roma-Kind in Bulgarien hat nicht mal einen Volksschulabschluss. Diese Daten und Fakten sind zwar alarmierend, geben aber dennoch nicht das wieder, was die KbF-Helfer persönlich vor Ort wahrnehmen. In Ländern wie Bulgarien und bspw. auch Rumänien ist die Not der Familien teilweise noch immer so groß, dass Verkauf oder Verleih kleiner Kinder und Jugendlicher für die Prostitution in Kauf genommen wird – tausende Kinder leben auf der Straße. Von dort ist der Weg für die Betroffenen in westeuropäische Großstädte und in die Betten der Kunden erschreckend kurz. Bulgarien ist leider immer noch führend auf der schwarzen Liste der Länder mit den meisten Kindern, die Opfer dieses abscheulichen Verbrechens werden.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die Weltbank eine Studie, wonach Bulgarien mit rund 35.000 Heimkindern europaweit das Land mit den meisten Heimkindern ist. Das Helsinki-Komitee legte zehn Jahre später einen schockierenden Bericht vor: Allein in den Jahren 2000 bis 2010 starben in Bulgariens Kinderheimen 238 behinderte Kinder an den Folgen von Unterernährung, mangelnder Hygiene, Vernachlässigung und Gewalt. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher liegen.

Das Engagement von KbF in Bulgarien begann unmittelbar nach der Wende in dem ehemaligen kommunistischen Land in den 90er Jahren. Wir helfen daher im Krisenzentrum in Balwan misshandelnden Mädchen, in der Suppenküche in Elena mit Mahlzeiten für alte Menschen, in den Heimen Novo Selo und Teodossi mit warmen Mahlzeiten. Außerdem unterstützen wir unseren Freund – Pastor Ivan – beim Betrieb des dortigen Schulzentrums und der kleinen Suppenküche in seiner Kirche. Im Krankenhaus in Gorna Orchovitsa renovieren wir in Teilabschnitten die dortige Kinderabteilung.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Helfer des Vereins sind mindestens ein- bis zweimal im Jahr vor Ort. Aufgrund der langjährigen Hilfe haben sich viele Freundschaften und enge Verbindungen in die Heime und Einrichtungen entwickelt. Um all diese Verbindungen zu pflegen und die gemeinsame Hilfe für die Kinder aufrecht zu erhalten, sind die regelmäßigen Termine vor Ort von grundlegender Bedeutung.


Durch die Unterstützung von Kinder brauchen Frieden e.V. erhalten Schüler regelmäßige warme Mahlzeiten:

  • Tägliches Mittagessen in der Schule in Teodossi für knapp 100 Schüler
  • Tägliches Mittagessen in der Schule in Novo Selo für über 50 Kinder und
  • Tägliche warme Mahlzeit bekommen über 30 Kinder in der Suppenküche von Pastor Ivan

Projektpartner vor Ort

Die Hauptansprechpartner vor Ort sind die Leiter der jeweiligen Einrichtungen:
Mariela vom Krisenzentrum, Pastor Ivan mit seinem Kinderzentrum oder der Chefarzt des Krankenhauses Gorna Orachovits.

Spendenmöglichkeiten

Neben Geldspenden sind für die Kinder besonders Sportschuhe oder warme Winterschuhe sehr wichtig, da es im Winter in Bulgarien sehr kalt ist. Besonders freuen sich die Kinder über neue oder gut erhaltene Schuhe.

Eine sehr gute Unterstützung kann auch mit Schulmaterial (Stifte, Hefte, Schreibblöcke) gegeben werden.

Stichwort für Überweisungen: Bulgarien

Was kann ich tun?

Unterstützung der Aktion „ein Paket von mir“ durch persönliche Mithilfe oder Spende an einem Samstag vor Weihnachten. Hier haben die Kunden im Kaufland Hechingen die Möglichkeit ein Lebensmittelpaket im Wert von 10 € zu spenden. Hierfür benötigen wir an den Samstagen tatkräftige Unterstützung während den Öffnungszeiten.

Das Projekt-Team

Regionale Einordnung

Region Veliko Tarnovo