Aufatmen im Familiendorf in Sri Lanka

Endlich ist der lang anhaltende und übermäßig starke Monsunregen, der erhebliche Schäden in unserem Familiendorf angerichtet hat, vorbei. Bei unserem Besuch an Pfingsten konnten wir, das Sri Lanka Team von Kinder brauchen Frieden, die Erleichterung darüber sprichwörtlich in den Augen unserer Partner und den Bewohnern des Dorfes sehen.

 

So zeigten sie uns voller Stolz die neu geteerte Straße, die durch das Dorf führt, auf der sich nun auch die Rollstuhlfahrer wieder ungehindert im Dorf bewegen können und das neu errichtete Waschhaus, in dem sich Duschen und WC's befinden. Auch der befestigte, in Terrassen angelegte und teilweise schon mit Gras bepflanzte Hang ist nun sicher und in Kürze wird mit der Pflanzung der Kokosnusspalmen begonnen.

 

Nach all den organisatorischen Gesprächen und Regelung der finanziellen Dinge hatten wir den meisten Spaß auch dieses Jahr wieder beim Spielen mit unseren Kindern. Es ist einfach wunderbar, wenn man beobachten kann, wie sie zuerst sehr schüchtern und zurückhaltend sind, dann aber sobald der erste Luftballon aus dem Rucksack geholt wird, jegliche Scheu ablegen.

 

Egal, ob beim Luftballon aufblasen, beim Gummiball werfen oder beim Spielen mit dem Schwungtuch, die Freude und Begeisterung war riesengroß. Der Abschied fiel uns sehr schwer und wie jedes Jahr mussten wir uns die eine oder andere Träne aus den Augen wischen.

 

Auch beim zweiten Stopp unserer Reise, in der Blinden- und Gehörlosenschule in Tangalle im Süden Sri Lankas, standen die organisatorischen und finanziellen Dinge als erstes an.

 

Wir führten zahlreiche Gespräche mit dem Direktor und den Lehrern der Schulen, schauten uns die Neuanschaffungen, von Kinder brauchen Frieden e.V. finanziert, die dringend notwendig waren an, (besseres Licht in den Klassenzimmern, Matratzen in den Schlafräumen… ).

 

Wir konnten die Kinder beim Lernen beobachten und waren fasziniert von den Proben eines Chors von blinden und sehbehinderten Kindern, die einem großen Auftritt zum Vollmondfest in Sri Lanka entgegen fieberten.

 

Bei einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem wir uns unter die Schüler mischten, stellten wir fest, dass wir keine Fremden mehr sind, ein sehr schönes Gefühl. Das absolute Highlight dieser Reise war unser Tag am Strand mit den gehörlosen Kindern und Jugendlichen, die noch nie am Meer waren, obwohl die Schule nur wenige Kilometer vom Meer entfernt liegt.

 

Die Aufregung und die teilweise verängstigten Blicke und dann aber schon nach kürzester Zeit die Freude und Ausgelassenheit der Kinder und Jugendlichen zu sehen - ein unbeschreibliches Erlebnis, von dem wir Ihnen gerne mehr erzählen möchten.

 

Kommen in doch in unserem Infoladen vorbei und wir zeigen Ihnen Bilder und erzählen bei einer Tasse Kaffee oder Tee von unseren Erlebnissen.