Sri Lanka, 01. - 07. April 2013

Reisende:
Projektleiterin Leonie Schneider-Loye, Dr. Michael Wagner, Achim und Meike Deuble

Montag, 01.04.2013
Pünktlich um 9:30 Uhr holen wir Leonie zu Hause ab. Nach der Verabschiedung von Frederic, den Kindern und den Hunden geht es weiter zu Michael Wagner, der auch schon reisefertig auf uns wartet. Wir alle vier haben jeweils einen Laptop im Gepäck, welche für die Sonntagsschulen gedacht sind.
Michael nimmt noch zusätzlich ein Hörtestgerät der Firma Gambro für die Taubstummenschule mit nach Sri Lanka.

Dienstag, 02.04.2013
Ankunft in Colombo Flughafen um 4:20 Uhr. Nach ca. einer halben Stunde können wir dann weiter zur Gepäckausgabe und am Ausgang wartet schon Gamini auf uns, der wieder einen Fahrer für die nächsten Tage organisiert hat. Um ca. 5:30 Uhr starten wir Richtung Süden nach Tangalle. Unterwegs wollen wir Nonis und seine Familie (Frau und drei Töchter) besuchen.


Nonis hat nach dem Tsunami sein Haus verloren und KbF hat ihm ein neues finanziert. Als wir bei Nonis ankommen, treffen wir ihn, seine Frau und seine älteste Tochter (19) an. Er erzählt uns,  dass er gelernter Schweißer ist und sich sein Geld mit dem Zusammenbau von Möbeln verdient hat. Jetzt fährt er wieder als Fischer zur See. Es gibt süßen Kaffee, Bananen und Kuchen.


Leonie übergibt einen Betrag an Nonis und 3 Nivea-Bodylotions für die Mädchen. Nonis anwesende Tochter hat das Abitur für Wirtschaftswissenschaften bestanden, ist jedoch zu schlecht für die Uni und muss ein Fach wiederholen, damit sie an der Uni in Matere oder in Colombo aufgenommen wird. Nonis zeigt uns in seinem Garten die Reste seines alten Hauses, das bei der 2. Flutwelle 3 Min. später weggespült wurde.

Wir fahren weiter nach Hikkaduwa und wollen Sabrina Deppner treffen. Sie ist Mitglied im Youthnet und hatte vor unserer Reise bei Leonie angefragt, ob sie uns zwei Tage begleiten dürfte. Sie ist bereits 4 Wochen in Indien gewesen und schaut sich nun Sri Lanka an. Am ausgemachten Treffpunkt erkennen wir Sabrina sofort an ihrem großen Rucksack.


Am Nachmittag kommen wir in unserem Hotel „Ganesh Garden“ direkt am Strand bei Tangalle an und beziehen unsere Zimmer. Anschließend setzen wir uns an den Strand und versuchen, erst mal anzukommen.


Gamini schlägt vor, gleich noch die Blinden- und Taubstummenschule zu besuchen und uns die Vorbereitungen für das geplante große Fest am nächsten Tag anzuschauen.
Wir wurden vor einigen Wochen schon eingeladen, an der Zeremonie für 10 ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Taubstummenschule teilzunehmen, bei der diese als Kandy-Dancer ausgezeichnet werden. Die Schüler werden durch die Zeremonie auf die höchste Stufe in der Tanztradition gebracht und erhalten dafür auch ein Zeugnis. Dies bietet ihnen die Möglichkeit, Geld zu verdienen und als behinderter Mensch eigenständig leben zu können. Wir stimmen zu, obwohl wir alle sehr müde sind.


In der Blindenschule treffen wir Geetha, die uns mit aller Herzlichkeit begrüßt. Auch wir freuen uns riesig, sie wiederzusehen. Sie zeigt uns kurz das neue Atelier, das am nächsten Tag eingeweiht werden soll und den dazugehörigen Shop. Das neue Atelier bietet jetzt die Möglichkeit, die Bilder der taubstummen Künstler auszustellen und verkaufen zu können.


Wir fahren noch in die Taubstummenschule, wo die Festvorbereitungen in vollem Gange sind. Es wird unter anderem ein Pavillon geschmückt, in dem am nächsten Tag die Zeremonie für die Kandy-Dancer stattfinden soll. Anschließend fahren wir wieder ins Hotel und essen leckeren Fisch.


Wir fallen todmüde ins Bett mit dem Wissen, dass es am Morgen um 7:00 Uhr schon wieder los geht.

Mittwoch, 03.04.2013
7:00 Uhr Aufbruch zur Blindenschule. In der „School for the deaf and blind“, werden wir von 6 kleinen Schülern mit Betelblätter zum Empfang begrüßt. Alle Schüler und Lehrer haben sich vor dem Atelier aufgestellt und singen ein Lied (Nationalhymne?) Der Headmaster und Gamini halten eine kurze Rede, dann verleiht Geetha Leonie, Michael, Achim und mir eine Medaille. „This will be a Tribute for your Yeoman Service to …” .Für Conny dürfen wir eine Medaille mitnehmen, Geetha war der Meinung, dass sie auch mit nach Sri Lanka kommt. Es war ihr sehr peinlich, dass sie für Sabrina nichts hatte, aber sie konnte ja auch nicht wissen, dass wir noch jemanden mitbringen. Anschließend darf Leonie das Band zur Einweihung des neuen Ateliers und des Shops durchschneiden. Geetha überreicht uns auch noch eine vergoldete Platte in Form einer Schriftrolle auf der folgendes eingraviert ist:  „This is an Honorary Tribute Awarded for the long Number of year of Magnanimus help rendered by the Kinder brauchen Frieden Germany for Promoting the education vocation and artistic skills of the Audo-Visually handicappped children at this school”.

Um 8:00 Uhr fahren wir weiter zur Taubstummenschule.
Es erwartet uns schon eine Gruppe von Kandy-Trommlern, viele Schüler und Lehrer.
Es werden auch noch andere Gäste feierlich empfangen, darunter auch ein Dokumentarfilmer aus Los Angeles mit seiner schottischen Freundin, deren Tante als Lehrerin an der Taubstummenschule arbeitet.
Wir laufen in einer Prozession zum Schulgebäude, vor dem sich zwei Fahnenmasten befinden. Wie im letzten Jahr wird die Nationalhymne von Sri Lanka gesungen, bzw. in Gebärdensprache ausgedrückt, während Gamini die Fahne von Sri Lanka und der Headmaster der Taubstummenschule die Schulflagge hisst.
Unter den Schülern entdecke ich auch unsere Künstlerin Malshani, die uns im letzten Jahr im Zeichenraum der Schule ihre Bilder gezeigt hat und deren Bilder wir im April im Landratsamt ausstellen werden.
Anschließend gibt es im Schulgebäude Frühstück für uns: Rice + Curry, sehr scharfe Zwiebeln und Gemüse. Ich erwische zu viel von den scharfen Zwiebeln und bekomme erst einmal wegen der Schärfe einen Hustenanfall.

In der Zwischenzeit werden die 10 ausgewählten Schüler in einer Art Tempel angezogen und treten dann mit einem weißen Tuch verhüllt heraus. Sie werden zu einer Schale geführt, wo sie „gewaschen“ werden. Auch wird für jeden eine Fackel angezündet. Nach der Waschung werden sie zu einem Spiegel geführt, wo sie sich nochmals anschauen dürfen (evtl. ihr altes Leben zum letzten Mal begutachten – unsere Interpretation).
Alle 10 Tänzer Stellen sich nun im Pavillon, in dem sich ein Altar befindet, auf und die Kandy-Trommler beginnen, einige Stücke zu spielen und die 10 Schüler werden von ihrer Verhüllung befreit.
Nun beginnen die Tänzer in ihren prächtigen Kostümen ihre einstudierten Tänze zur Trommelmusik zu tanzen und es ist für uns wieder faszinierend, wie sich diese im Takt der Musik bewegen, obwohl sie nichts hören.
Geetha erklärt uns, dass die Tänzer auf die Hände der Trommler schauen um so den Takt halten zu können.
Uns fällt auf, wie groß der Zusammenhalt der Tänzerinnen und Tänzer untereinander ist, und wie sie sich aufeinander verlassen.
Dazwischen wird immer wieder gesungen und es werden Ansprachen gehalten. Die Sänger sind die Tanzlehrer, der Lehrer der Trommler und andere für die Tänzer wichtige Personen. Auch Gamini und Leonie halten eine Rede. Leonie hat von Conny ein Grußwort dabei, das sie vorliest und das von Gamini übersetzt wird.
Die Tänzer erhalten eine Urkunde von ihrem Tanzlehrer und bedanken sich mit einem Tanz und dem buddhistischen Brauch vor den Personen auf die Knie zu fallen und die Erde davor zu berühren, zuerst bei ihren Eltern, dann bei den Tanzlehrern und schließlich noch bei ihren Lehrern.
Nach dem Ende der Zeremonie bekommen wir wieder ein Essen, rice + curry, total lecker.
Michael überreicht der zuständigen Lehrerin das mitgebrachte Hörtestgerät, welches auch sofort an einem Schüler ausprobiert wird.
Nach dem Hörtest begeben wir uns in die Küche der Schule, und Leonie überreicht noch jeweils Euro 70 (10.000,00 LKR) an zwei Köchinnen, die sich über das Geld freuen und sehr gerührt sind.

Gegen 15:30 Uhr verabschieden wir uns und fahren mit Geetha zu der Familie Chandrawathi, der auf Veranlassung von Gamini ein neues Haus gebaut wurde.

Gamini hat bei KbF im Vorfeld um finanz. Unterstützung  für den Hausbau der Familie gebeten. Die Frau wurde beim Brand einer Kerosinlampe schwer verbrannt und kann wegen ihrer verkrüppelten Hände nicht mehr arbeiten. Ihr Mann hat sie und die drei Kinder verlassen und sie muss seither betteln gehen. Sie hausten in einer Strohhütte ohne Fenster und abschließbare Türen, und die Frau machte sich immer Sorgen um ihre 13-jährige Tochter, wenn sie sie allein lassen musste.

Das Grundstück ist sehr abgelegen und wir müssen einen Fußmarsch einlegen, da die Straße für unseren Kleinbus nicht befahrbar ist.
Das Haus ist klein und wurde vor der alten Hütte gebaut, die noch als Küche benutzt wird. Die Türen und Fenster sind abschließbar, so dass die Kinder in Sicherheit sind, wenn die Mutter betteln geht. Es sind nur die beiden Kinder anwesend, die sehr schüchtern sind, Geehta aber kennen.

KbF unterstützt die Gehörlosenschule auch mit einer Grundausstattung für den Chemieunterricht.  Die Schule wird neue Bunsenbrenner anschaffen.

Donnerstag, 04.04.2013

Um 8:00 Uhr starten wir wieder zur Blindenschule.
Wir kaufen im neuen (am Vortag eröffneten) Shop für unseren Laden in Hechingen und für uns privat ein.
Es gibt sehr schöne Dinge wie Elefanten und Schildkröten aus Porzellan, Schuhe, Ledertaschen und Körbchen zu kaufen. Auch gibt es Decken und Stoffe und Kinderkleider.
Für den Hechinger Laden kaufen wir  Elefanten und Schildkröten, Porzellanibisse und kleine Vasen.
Die Sachen werden extern in einer Werkstatt hergestellt, in der 4 blinde (ehemalige) Schüler arbeiten und der Erlös wird zwischen der Werkstatt und der Blindenschule aufgeteilt.

Geetha erhält noch einen Zuschuss für dringend benötigte neue Matratzen (15) und Moskitonetze für die Schlafräume der Schüler, die wir vorher besichtigen durften. Manche Schüler müssen auf Holzbrettern schlafen, weil keine Matratzen vorhanden sind.

Im Büro von Herrn Perere übergeben wir die  Unterstützung für die blinden Studenten in Colombo.

Herr Perere quittiert die Geldübergabe wieder, indem ihm Geetha eine rechteckige Schablone auf die Stelle legt, an der er seine Unterschrift leisten soll. Er schreibt nun seinen Namen innerhalb der Schablone.
Wir danken Herrn Perere und seinen Mitarbeitern für die gute Arbeit, die sie an den beiden Schulen leisten, und verabschieden uns.
Während Leonie, Geetha und Gamini sich noch unterhalten, spielen und singen Sabrina und ich mit einigen Mädchen, die uns nach kurzem Zögern umringt haben. Unsere weiße Haut wird genauestens untersucht, auch unsere Tätowierungen und unser Schmuck. Zwei Mädchen sprechen etwas englisch und stellen uns Fragen. Achim unterhält sich mit dem Lehrer für singalesisch und macht Blödsinn mit einem kleinen Jungen.
Auch von Geetha verabschieden wir uns ganz herzlich und fahren gegen 12:30 Uhr weiter zu Chuleeka, die zwischen Hanwella und Colombo wohnt.

Wir fahren auf holprigen Straßen Richtung Autobahn (Southern Espressway). In Homogama, Chuleekas Wohnort, treffen wir Iresha.
Wir freuen uns, Chuleeka, ihre Mutter und ihre Oma wiederzusehen. Gamini und Iresha unterhalten sich ein wenig mit Chuleeka, dann spricht Leonie ein paar Abschiedsworte und übergibt ihr einen Farbenkasten mit Acrylfarben und ein  Abschiedsgeschenk. Achim hat für sie Fotos nachgemacht, die wir letztes Jahr bei unserem Besuch von ihr aufgenommen haben und schenkt ihr diese.
Wir bekommen wiederum 4 Bilder, die sie gemalt hat und Leonie erklärt ihr, dass wir diese evtl. auch bei unserer Ausstellung für die Taubstummenschule in BL zeigen werden.

Iresha bleibt bei ihrer Tante und wir fahren weiter zum Treffpunkt mit Indrika und Milton.

Gamini erhält von uns die 4 mitgebrachten Laptops für die Sonntagsschulen.

Das Treffen mit Indrika und Milton gestaltet sich etwas schwierig, da wir den ausgemachten Treffpunkt nicht finden können. Nach etlichen Telefongesprächen klappt es aber doch noch und wir können die beiden begrüßen und unser Gepäck umladen.

 Es ist ein sehr netter Abend und Leonie übergibt unsere neuen blauen KbF-T-Shirts an alle. Auch Achim übergibt unsere mitgebrachten Geschenke, die kleinen Fotobücher.
Die T-Shirts werden sofort anprobiert, was uns natürlich sehr freut.
Um ca. 1:30 Uhr in der Nacht werden wir doch tatsächlich noch zum Essen aufgefordert. Es gibt Rice + Curry mitten in der Nacht….

Freitag, 05.04.2013
Der Tag wird ausführlich genutzt, um mit Indrika und Milton über das Dorf und die neuen Familien zu sprechen. Den Bewohnern geht es gut und
die Näherei kann auch wieder in Betrieb genommen werden, die Arbeit in der Batikwerkstatt hingegen sei zu komplex für die neuen, evtl. behinderten Bewohner.
Die Plantage ist 4 acres groß, es hat jedoch jemand ein Haus an die obere Grenze gebaut. Der Erbauer kann das Gelände ungehindert betreten und es wurden schon neu gepflanzte Palmen und auch Früchte entwendet. Es muss dringend ein Zaun um das Gelände gezogen werden, damit kein Fremder mehr eindringen kann.
Momentan sieht es noch aus wie ein „Jungle“, es wird aber versucht, mit Hilfe der Dorfbewohner den Urwald Stück für Stück zu beseitigen. Sie wollen aber erst weitermachen, wenn der Zaun gebaut ist. Leonie verspricht, bei der nächsten Vorstandssitzung das Geld für den Zaun zu beantragen.
Für die Plantage sind 10 Coconut-Palmen, 15 Bananen-Palmen, 10 Mangotrees (ca. 5 Jahre, bis Früchte reifen), evtl. auch noch Ananas-Palmen geplant. Eine Bananenpflanze kostet ca. 200,00 LKR und braucht 5-10 Jahre bis sie Früchte trägt.

Wir erfahren von Indrika noch, dass bei der Beerdigung von Thillinis Vater 7 Tage lang Besucher, Nachbarn und Familienmitglieder im Dorf waren. Dies sei nichts außergewöhnliches in Sri Lanka bei einem Todesfall.

Nach der Besprechung setzen wir uns in den Garten, wo es wieder Getränke und kleine Snacks gibt.

Freitag, 05.04.2013
Der Tag wird ausführlich genutzt, um mit Indrika und Milton über das Dorf und die neuen Familien zu sprechen. Den Bewohnern geht es gut und
die Näherei kann auch wieder in Betrieb genommen werden, die Arbeit in der Batikwerkstatt hingegen sei zu komplex für die neuen, evtl. behinderten Bewohner.
Die Plantage ist 4 acres groß, es hat jedoch jemand ein Haus an die obere Grenze gebaut. Der Erbauer kann das Gelände ungehindert betreten und es wurden schon neu gepflanzte Palmen und auch Früchte entwendet. Es muss dringend ein Zaun um das Gelände gezogen werden, damit kein Fremder mehr eindringen kann.
Momentan sieht es noch aus wie ein „Jungle“, es wird aber versucht, mit Hilfe der Dorfbewohner den Urwald Stück für Stück zu beseitigen. Sie wollen aber erst weitermachen, wenn der Zaun gebaut ist. Leonie verspricht, bei der nächsten Vorstandssitzung das Geld für den Zaun zu beantragen.
Für die Plantage sind 10 Coconut-Palmen, 15 Bananen-Palmen, 10 Mangotrees (ca. 5 Jahre, bis Früchte reifen), evtl. auch noch Ananas-Palmen geplant. Eine Bananenpflanze kostet ca. 200,00 LKR und braucht 5-10 Jahre bis sie Früchte trägt.

Wir erfahren von Indrika noch, dass bei der Beerdigung von Thillinis Vater 7 Tage lang Besucher, Nachbarn und Familienmitglieder im Dorf waren. Dies sei nichts außergewöhnliches in Sri Lanka bei einem Todesfall.

Nach der Besprechung setzen wir uns in den Garten, wo es wieder Getränke und kleine Snacks gibt.

Samstag, 06.04.2013
9:30 Uhr Frühstück und Bezahlung der Zimmer.  Um 11:15 holt uns Indrika ab und wir fahren Richtung Familiendorf. Unterwegs hält Indrika an und meint, hier könnten wir einkaufen.
Es ist eine Bäckerei und Indrika bestellt 2 Torten, Muffins und eine Tüte mit Sunkist-Getränken.

Dort angekommen warten schon einige Dorfbewohner auf uns. Wir werden mit sehr schönen Blumengirlanden begrüßt.
Indrika führt uns gleich zur Batikwerkstatt, wo die Versammlung stattfinden soll. Von überall her werden Stühle geholt.
Es sind 24 Personen anwesend, 11 Kinder (1 kleines Kind, das gestillt wird) davon 8 Jungen und 3 Mädchen, und 13 Erwachsene.

Indrika begrüßt alle, stellt uns vor und erklärt den Bewohnern, dass wir alles wissen wollen, was im Dorf vorgeht, da wir die Sponsoren seien. (Milton übersetzt Indrikas Rede für uns.)

Anschließend ist Leonie mit ihrer Rede an der Reihe:
Sie freut sich, dass sie zum 3. Mal hier ist und ist froh, dass neue Familien im Dorf sind und die Probleme vom letzten Jahr beseitigt sind.
Leonie überreicht M+I die von ihr erstellten Urkunden und bedankt sich nochmals für die Arbeit der Partner. Ebenfalls liest sie den mitgebrachten Jubliäumsbrief von Conny vor.
Achim stellt sich noch als 2. Vorsitzenden von KbF vor und bedankt sich bei den Partnern und auch, wieder hier sein zu dürfen.

Der Kuchen wird auf den Tisch gestellt und dann aber doch an die Dorfbewohner verteilt. Wir bereiten die Malsachen vor. Die Kinder sind erst etwas verhalten, helfen dann aber, die Malerfolie auf den Boden zu kleben und die Leinwand auszubreiten. Es setzen sich einige Kinder auf die Leinwand, weil sie nicht wissen, was sie damit anfangen sollen.
Wir ziehen den Kindern Plastiktüten an, damit ihre Kleider geschützt sind und fangen an, die Farbe Gelb für den Hintergrund zu mischen.
Mit Begeisterung pinseln die Kinder und ruck-zuck ist die Leinwand gelb. Um die Kinder abzulenken, damit die Farbe trocknen kann, locken wir sie mit Luftballons und einer Frisbee-Scheibe nach draußen. Die Kinder (und die Erwachsenen) haben viel Spaß, auch als wir noch die Seifenblasen verteilen.
Nach einiger Zeit legen wir wieder los mit malen und es entstehen Häuser, Blumen, Schmetterlinge, und Farbkleckse, auch Indrika macht einige Pinselstriche. Milton dagegen ist nicht zu bremsen und malt bis zum Schluss mit.
Es ist ein wunderschönes, buntes Bild entstanden, und selbst die Farbkleckse der kleineren Künstler passen wunderbar.
Wir haben das Gefühl, es war ein sehr schöner und abwechslungsreicher Nachmittag für alle Dorfbewohner und für uns.
Leonie verteilt noch die mitgebrachten Zeichenblöcke und die Buntstifte an die Kinder.

Milton zeigt uns noch das relativ steile Grundstück, auf der die Plantage nach und nach entstehen soll und das umzäunt werden muss und auch das fremde Haus, das an den Garten angrenzt.
Zum Abschluss macht Achim noch die Fotos mit den Bewohnern vor ihren jeweiligen Häusern machen.

Gegen 16.30 Uhr verlassen wir das Dorf.

Bei Indrika in der Stadtwohnung angekommen ist es schon fast wieder dunkel. Wir bekommen ein kaltes Getränk und dürfen uns dann kurz umziehen.

Dann ist auch schon das Taxi da und wir verabschieden uns gegen 8:40 Uhr und bedanken uns bei allen.
Um ca. 00:25 Uhr startet unsere Maschine nach Deutschland und wir sind unglaublicherweise schon wieder auf dem Heimweg.
Gegen 8:00 Uhr, nach einem teilweise turbulenten Flug, landen wir in Frankfurt. Ein Taxi bringt uns zum Auto und wir fahren Richtung Heimat.

Alles in allem war es wieder eine wunderschöne aber auch aufregende Reise und ein 100%-iger Erfolg im Familiendorf.

(Meike Deuble)

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