Partnerfamilien zu Gast in Hechingen

Die zwei Partnerfamilien Chandraranthe und Sliva von Children Need Peace Organisation, Sri Lanka waren Anfang August bei Kinder brauchen Frieden zu Besuch. Sie betreuen vor Ort in Hanwella, Sri Lanka ehrenamtlich das Familiendorf, das mit der Hilfe von Kinder brauchen Frieden 2005 gebaut wurde und seitdem finanziert wird. In dem Dorf haben Familien, die durch den Tsunami alles verloren hatten, wieder die zum Leben notwendige Sicherheit und einen Neuanfang von der Hilfsorganisation geschenkt bekommen.

Jede Familie hat eine eigene Wohnung bekommen und erhält jeden Monat eine Grundversorgung, die von Paten in Hechingen und ganz Deutschland finanziert wird. Alle Familien sind nicht mehr in der Lage, sich selbst zu ernähren und benötigen dringend die Unterstützung von Kinder brauchen Frieden.

 

Die Partner Indrika Chandrarathne und Milton Silva erledigen die tagtägliche Arbeit im Dorf in Hanwella. Sie haben neben unzähligen Aufgaben, ein offenes Ohr für alle Probleme der z.T. behinderten Einwohner, sind für sie da, wenn es Behördengänge zu erledigen gibt, veranlassen Renovierungsarbeiten oder gehen auch mit den Bewohnern zum Arzt. Ohne diese zwei Familien, bei denen auch schon die ältesten Töchter Thimali und Sonali für die Partnerorganisation Children need Peace arbeiten, wäre die Arbeit des Hechinger Vereins Kinder brauchen Frieden gar nicht möglich: Grundlegend sind absolut vertrauenswürdige und verlässliche Partner vor Ort.

 

Ihr Wunsch war es jetzt nach fast sechs Jahren, die deutschen Paten und Spender kennen zu lernen und auch bei Aktionen des Hechinger Kinderhilfsorganisation anwesend zu sein. So konnten sie acht Mann hoch bei dem Finaltag der Ladies Open des Tennisclubs das Benefizkonzert der Steinlach Stompers für Kinder brauchen Frieden live miterleben und den Stand der Hilfsorganisation begutachten und wurden offiziell von Hubert Rapp begrüßt, der zusammen mit Waltraud Rapp und Rita Müller den Stand von Kinder brauchen Frieden bei den Ladies Open betreute.

Eine Woche verbrachten sie in Hechingen und hatten so Gelegenheit, die Gegend kennen zu lernen und sogar einen Ausflug nach Straßburg zu machen. Untergebracht waren die zwei Familien privat bei Conny Bierlmeier, Dr. Michael Wagner und Leonie Schneider-Loye, somit sind dem Verein keinerlei Kosten entstanden und so ergaben sich bei gemütlichen Grillabenden genügend Gelegenheit auch über das Projekt, das Familiendorf, in Sri Lanka zu sprechen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

 

So werden bis zum Ende des Jahres zwei neue Familien in das Dorf einziehen. Eine der Familien wurde durch einen Rollerunfall ins Unglück gezogen: der Vater starb und die Mutter erlitt schwere Verletzungen und ist nicht mehr in der Lage, allein für den Familienunterhalt aufzukommen. Die kleine Tochter der Familie war bei dem Unfall dabei und ist seitdem so schwer traumatisiert, dass sie nicht mehr spricht. Im Herbst werden sie im Familiendorf ein neues Zuhause erhalten und wieder Boden unter den Füßen spüren. Die hilfsbedürftigen Familien werden von unseren Partnern persönlich ausgesucht. Im Familiendorf erhalten behinderte und nicht behinderte Menschen die Gelegenheit, gemäß ihrer Fähigkeiten zu arbeiten.

 

Seit 2 Jahren wird im Dorf ein Nählehrer und ein Batiklehrer beschäftigt und so können die Bewohner eine halbjährige Ausbildung machen. Die Ausbildung für behinderte Menschen ist einmalig in Sri Lanka, wo Behinderte noch sehr am Rande der Gesellschaft leben. Im Children Need Peace Village jedoch haben sie die Möglichkeit ihr ganz eigenes Produkt herzustellen und auch zu verkaufen: Batikröcke und -blusen und Herrenhemden. Diese sind auch im Kinder-brauchen-Frieden-Laden in Hechingen zu kaufen. Der Ertrag der Batikkleidung wird für die neue Anschaffung der benötigten Materialien verwendet, so dass sich die Nähwerkstatt und die Batikwerkstatt nahezu selbst tragen: Ein Stückchen Eigenständigkeit im Dorf! Bei dem Patentreffen von Kinder-brauchen-Frieden erschienen beide Frauen der Familien - Harsha Chandrarathne und Thilaka Hettige im sri-lankischen Sari und alle hatten Gelegenheit, mit Paten und Mitgliedern von Kinder-brauchen-Frieden zu sprechen und Fragen über das Familiendorf und die Kultur des anderen Landes zu stellen. Am letzten Abend in Hechingen kochten die sri-lankischen Familien nach einem Besuch auf dem Wochenmarkt für das Sri-Lanka-Team ein singhalesisches Curry und die Deutschen lernten von den sri-lankischen Partnern, wie man richtig mit der rechten Hand ein Currygericht isst.

 

Über die ungeübten, jedoch willigen Versuche der Deutschen wurde freundlich gegrinst und es hat sich gezeigt, dass die Kinder viel leichter lernen als die Erwachsenen. Die achtjährige Amélie Loye verlangt ein Mal pro Woche ein richtiges Curryessen und übt bis zum nächsten Treffen mit den lieb gewonnenen Freundinnen Ransha und Gaysha Chandrarathne eifrig das "Mit-den-Fingern-essen". Alles in Allem ein erfolgreicher Besuch in Hechingen, der den sri-lankischen Partner die Arbeitsweise von Kinder-brauchen-Frieden näher gebracht hat und allen gezeigt hat, warum die gemeinsame Arbeit so wichtig ist: damit Kinder in Frieden und ohne Sorgen leben können.

 

Wenn sie die Arbeit von Kinder brauchen Frieden finden Sie hier mehr Informationen dazu

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