Reiseberichte aus Afrika

An dieser Stelle bieten wir Ihnen aktuelle Reiseberichte vom Team Afrika. Ausgewählte Berichte aus den Vorjahren finden Sie auf den Unterseiten, die Sie über die rechte Spalte aufrufen können.

 

Einen Überblick über die Aktivitäten in den jeweiligen Jahren bietet auch der Rundbrief, den Sie sich hier downloaden können.

Ruanda´s Calling

Vor Kurzem machte sich eine kleine Reisegruppe bestehend aus Matthias Holzmann, Michael Eberhard, Caroline Föhlisch und Yvonne Janzen im Auftrag von Kinder brauchen Frieden auf den Weg nach Ruanda. Im Reisegepäck befanden sich wertvolle Spenden wie kilometerweise Pflasterrollen, OP-Material, Medikamente, Spiele, Spielsachen und wieder viele Hydrocephalus-Shunts der Firma Miethke. Diese weckten vor allem bei Dr. Uta Düll ein Lächeln im Gesicht, der Ärztin des Buschkrankenhauses bei Butare, im Süden des Landes. Sie operierte in ihrem Buschkrankenhaus allein im vergangenen Jahr fast 80 Kinder mit der Hydrocephalus-Krankheit, umgangssprachlich auch „Wasserkopf“ genannt und konnte mit den gespendeten Shunts ihr Leben retten.

Allerdings ruft die Bezeichnung Buschkrankenhaus ein falsches Bild hervor. Das Team um Dr. Uta Düll hat sich in den vergangenen Jahren auf über 40 Mitarbeiter vergrößert. Es gibt einen gut ausgestatteten OP, mehrere Behandlungsräume und Krankenzimmer. Hier finden viele Menschen ärztliche Hilfe, die sonst nirgends behandelt werden, denn die Krankenversicherung kostet im Jahr umgerechnet 4€ pro Person, ein Betrag, den sich nicht jeder Ruander leisten kann.

 

Im angrenzenden Ernährungszentrum werden über einen Zeitraum von etwa vier Wochen unterernährte Kinder versorgt. Die Kosten liegen dabei bei 3€ pro Kind und Woche. Zudem werden vor allem die Mütter der Kinder vom Krankenhauspersonal in nachhaltiger Bewirtschaftung unterwiesen und erhalten Samen zur Aussaat. Dr. Uta Düll zeigte uns auch einige Lehmhäuser in der Umgebung, die mithilfe von Spenden gebaut werden konnten.

 

Nachdem die ruandische Regierung die Rundhütten der Einwohner abreißen ließ, bedeutete dies für die Menschen der Region ein neues Zuhause. Hier konnte für 20€ eine fünfköpfige Familie für ein Jahr krankenversichert und damit sehr glücklich gemacht werden.

 

In der Hauptstadt Kigali interessierten sich die Reisenden vor allem für das Kinderdorf „Village de la Paix“, dass derzeit 80 Waisenkindern ein Zuhause gibt und die angrenzende Schule mitten in den Hügeln des Landes. Viele Treffen und Gespräche mit Verantwortlichen vor Ort brachten neue Informationen und Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit. Besonders die Reintegration der ehemals im Dorf aufgewachsenen Kinder liegt dem Verein sehr am Herzen. Sie ziehen mit 18 Jahren in Wohngruppen und erhalten ein dreijähriges Stipendium für Ausbildung oder Studium.

 

Aufmerksamkeit galt ebenfalls „der Mauer“, einer sich gerade im Bau befindlichen doppelten Stützmauer unterhalb der bestehenden Primarschule, in der ca. 260 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Sie soll vor Erosion schützen und damit das nächste große Projekt realisierbar machen – eine weiterführende Schule, die bis Ende des Jahres gebaut sein soll und weiteren 180 Kindern eine Schulbildung ermöglicht.

 

Eine weitere Spende ging an das Central-Hospital in Kigali. Hier nahm Dr. Geiselhard stellvertretend ein Hochfrequenzchirurgiegerät entgegen, an dem er seine ruandischen Kollegen zukünftig schulen wird. Und auch Schwester Annerose aus dem Ernährungszentrum im Kongo bedankte sich herzlich für die mitgebrachten Spenden der Hechinger. So vergingen sehr schnell sieben Tage und Nächte und das Ruanda-Team musste sich schon wieder auf den Flug in die Heimat einstellen –um viel Gepäck erleichtert und sehr zufrieden!

 

Yvonne Janzen

 

Unsere Rundbriefe

Mit unserer jährlichen Rundbriefen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich regelmäßig über die Entwicklung unserer Projekte zu informieren. Mitglieder und Paten erhalten die Rundbriefe zugesandt.

 

Hier können Sie die Rundbriefe der letzten Jahre herunterladen