Projektmitglieder übergeben Spenden in Ruanda

Familie von Providence und Claire
Hydrocephaluspatient
Irene
Sekundarschule

Reisebericht 27.12.2016 – 07.01.2017

 

Zum Jahreswechsel hielt sich eine Delegation von Kinder brauchen Frieden e.V. im Projektland Ruanda in Ostafrika auf. Während des zehntägigen Aufenthalts wurden die Jahresplanungen mit der Partnerorganisation SINAPISI neu vereinbart. Zusätzlich wurden die wichtigsten Kooperationspartner im Land besucht und zahlreiche Sachspenden und Spendengelder übergeben.


Drei ehrenamtliche Mitglieder reisten nach Kigali, um die Projektzusammenarbeit für das Jahr 2017 zu koordinieren. In intensiven Gesprächen mit der Partnerorganisation SINAPISI wurden Ziele und Rahmenbedingungen der langjährigen Zusammenarbeit überarbeitet und weiterentwickelt. Somit haben beide Kooperationspartner eine klare Vorstellung der diesjährigen Unterstützung.

 

Nach der Ausgliederung der Kinder aus dem „Village de la Paix“ in „neue“ Familien galt es dieses - in Ruanda von einer NGO einmalige Programm - zu beobachten und weiterzuentwickeln. Während des Aufenthaltes wurden verschiedene Familien besucht und es wurde klar, dass das Regierungsprogramm die Verantwortlichen vor kleinere und größere Probleme stellt. Denn nicht immer sind die Verhältnisse so gut, dass man zufrieden sein könnte. Beispielsweise kann der Lebensstandard aus dem ehemaligen Kinderdorf meistens nicht aufrechterhalten werden. So wurden auch schon einige Kinder in eine weitere Familie übersandt. Trotz dieser Probleme ist das Programm nach Meinung der ruandischen Behörden und der Projektpartner ein Erfolg, welchen es gilt in Ruanda noch bekannter zu machen um mit gutem Beispiel voranzugehen.


Zusätzlich besuchte die Delegation die kooperierende Ärztin im Süden Ruandas. Hier wurden große Mengen an medizinischem Material geliefert, welches in Ostafrika nur sehr schwer zu bekommen ist. Der Fokus lag auf den Lieferungen der dringend benötigten Shunts – der Ventile, die es kleinen Hydrocephaluspatienten ermöglichen, ein normales Leben zu führen!


Ein weiterer Punkt während der Projektreise war eine Hilfslieferung mit Lebensmitteln in das Flüchtlingslager „Kiziba“ im Westen des Landes. Hier werden mit der Lebensmittellieferung von Kinder brauchen Frieden e. V. die vielen Kinder unterstützt. Im Normalfall tritt das UNHCR für die Versorgung der Langzeitflüchtlinge ein – jedoch nur mit dem absoluten Minimum und deshalb, so versicherte es der Campleiter, sind die jährlichen Lieferungen sehr notwendig!


In der verbleibenden Zeit wurden weitere Bekannte, Freunde und Unterstützte im ganzen Land besucht. So machte die Delegation sich ein Bild von François (wir berichteten in der Presse) und hatte ein Meeting mit den Schwestern aus Goma. Dieses Jahr war es der Delegation aus Sicherheitsgründen nicht möglich in die Demokratische Republik Kongo einzureisen.

 

Außerdem wurden die von Kinder brauchen Frieden e. V. mitfinanzierten Schulgebäude inspiziert – da auch in Ruanda Ferien waren, leider ohne Schüler.

 

Die Live-Berichterstattung direkt aus Ruanda während der Reise entnehmen Sie bitte unserer Facebook-Seite.


Wir freuen uns über Spenden und Familienpaten für die Kinder in Ruanda!

Mut zu einem Besuch in Kigali

Im Herbst 2012 besuchte Jyoti Bierlmeier zusammen mit einer kleinen Reisegruppe erstmals das Heimatland ihrer Schwester Mukamana.  Zurück in Deutschland entstand ein sehr beeindruckender und persönlicher Reisebericht.

 

In Auszügen findet sich dieser im aktuellen Rundbeiref 2012- 2013. An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben den gesamten bericht zu lesen oder downzuloaden.

 

Hier finden Sie den Bericht " Mut zu einem Besuch in Kigali"

Ruanda´s Calling

Vor Kurzem machte sich eine kleine Reisegruppe bestehend aus Matthias Holzmann, Michael Eberhard, Caroline Föhlisch und Yvonne Janzen im Auftrag von Kinder brauchen Frieden auf den Weg nach Ruanda. Im Reisegepäck befanden sich wertvolle Spenden wie kilometerweise Pflasterrollen, OP-Material, Medikamente, Spiele, Spielsachen und wieder viele Hydrocephalus-Shunts der Firma Miethke. Diese weckten vor allem bei Dr. Uta Düll ein Lächeln im Gesicht, der Ärztin des Buschkrankenhauses bei Butare, im Süden des Landes. Sie operierte in ihrem Buschkrankenhaus allein im vergangenen Jahr fast 80 Kinder mit der Hydrocephalus-Krankheit, umgangssprachlich auch „Wasserkopf“ genannt und konnte mit den gespendeten Shunts ihr Leben retten.

Allerdings ruft die Bezeichnung Buschkrankenhaus ein falsches Bild hervor. Das Team um Dr. Uta Düll hat sich in den vergangenen Jahren auf über 40 Mitarbeiter vergrößert. Es gibt einen gut ausgestatteten OP, mehrere Behandlungsräume und Krankenzimmer. Hier finden viele Menschen ärztliche Hilfe, die sonst nirgends behandelt werden, denn die Krankenversicherung kostet im Jahr umgerechnet 4€ pro Person, ein Betrag, den sich nicht jeder Ruander leisten kann.

 

Im angrenzenden Ernährungszentrum werden über einen Zeitraum von etwa vier Wochen unterernährte Kinder versorgt. Die Kosten liegen dabei bei 3€ pro Kind und Woche. Zudem werden vor allem die Mütter der Kinder vom Krankenhauspersonal in nachhaltiger Bewirtschaftung unterwiesen und erhalten Samen zur Aussaat. Dr. Uta Düll zeigte uns auch einige Lehmhäuser in der Umgebung, die mithilfe von Spenden gebaut werden konnten.

 

Nachdem die ruandische Regierung die Rundhütten der Einwohner abreißen ließ, bedeutete dies für die Menschen der Region ein neues Zuhause. Hier konnte für 20€ eine fünfköpfige Familie für ein Jahr krankenversichert und damit sehr glücklich gemacht werden.

 

In der Hauptstadt Kigali interessierten sich die Reisenden vor allem für das Kinderdorf „Village de la Paix“, dass derzeit 80 Waisenkindern ein Zuhause gibt und die angrenzende Schule mitten in den Hügeln des Landes. Viele Treffen und Gespräche mit Verantwortlichen vor Ort brachten neue Informationen und Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit. Besonders die Reintegration der ehemals im Dorf aufgewachsenen Kinder liegt dem Verein sehr am Herzen. Sie ziehen mit 18 Jahren in Wohngruppen und erhalten ein dreijähriges Stipendium für Ausbildung oder Studium.

 

Aufmerksamkeit galt ebenfalls „der Mauer“, einer sich gerade im Bau befindlichen doppelten Stützmauer unterhalb der bestehenden Primarschule, in der ca. 260 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Sie soll vor Erosion schützen und damit das nächste große Projekt realisierbar machen – eine weiterführende Schule, die bis Ende des Jahres gebaut sein soll und weiteren 180 Kindern eine Schulbildung ermöglicht.

 

Eine weitere Spende ging an das Central-Hospital in Kigali. Hier nahm Dr. Geiselhard stellvertretend ein Hochfrequenzchirurgiegerät entgegen, an dem er seine ruandischen Kollegen zukünftig schulen wird. Und auch Schwester Annerose aus dem Ernährungszentrum im Kongo bedankte sich herzlich für die mitgebrachten Spenden der Hechinger. So vergingen sehr schnell sieben Tage und Nächte und das Ruanda-Team musste sich schon wieder auf den Flug in die Heimat einstellen –um viel Gepäck erleichtert und sehr zufrieden!

 

Yvonne Janzen

 

Unsere Rundbriefe

Mit unserer jährlichen Rundbriefen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich regelmäßig über die Entwicklung unserer Projekte zu informieren. Mitglieder und Paten erhalten die Rundbriefe zugesandt.

 

Hier können Sie die Rundbriefe der letzten Jahre herunterladen