Projektteam vor Ort in Ruanda

Reisebericht Januar 2016

Lesen Sie den Reisebericht unseres Ruanda-Teams auf der Seite Reiseberichte.

Neues aus dem Buschkrankenhaus

Fabiola
Martha
Seminar

Januar 2017 - Buschkrankenhaus Butare / Südruanda
Im vergangenen Jahr konnten im Buschkrankenhaus von Frau Dr. Uta Düll wieder 90 kleine Hydrocephalus-Patienten operiert werden - mehr als je zuvor. Zusätzlich konnte auch für deren Nachsorge garantiert werden.

 

Hydrozephalus ist die Bezeichnung für eine Wasserkopfbildung, welche zu schweren Folgeschäden führt, wenn nicht operativ Abhilfe geschaffen wird.


Ein Beispiel ist die kleine Martha. Sie kommt aus der Stadt Goma im Kongo und ist Halbwaise. Der Vater starb vor ihrer Geburt. Ihre Mutter hat 6 Monate lang verschiedene Krankenstationen, Ärzte, Krankenhäuser aufgesucht, bis sie an das Buschkrankenhaus von Dr. Düll verwiesen wurde. Mit 6 Monaten wurde Martha dann dort operiert. Zunächst bekam sie ein Ventil gegen den Hydrocephalus implantiert, das dafür sorgt, dass überschüssiges Hirnwasser ablaufen kann. Danach erfolgte eine weitere Operation, da sie auch an einer Spina Bifida (Neuralrohrfehlbildung, unvollständiger Verschluss der hinteren Wirbelbögen) litt. Martha ist deshalb querschnittsgelähmt, aber dank der finanziellen Förderung von Paten kann sie nun mit 1 Jahr schon sitzen, lachen und beginnt zu plaudern.


Vor kurzem hat sie mit ihrer Mutter an einem Seminar für Spina Bifida Patienten und Angehörige im Buschkrankenhaus teilgenommen. Es ging um Ratschläge zu einer multidisziplinären Rehabilitation, so gut wie es eben auf dem Land in Ostafrika möglich ist.


Dank der Unterstützung unserer Paten sind auch Fahrtkosten für die dreistündige Anreise kein Hindernis für Martha zu kommen, und die Familie erhält noch eine kleine finanzielle Hilfe auf den Weg, denn wenn Martha im Krankenhaus ist, bleiben die 6 Geschwister alleine in Goma zurück.

Eine weitere kleine Patientin ist Fabiola. Sie kam als Frühchen und Zwilling zur Welt. Leider starb ihr Brüderchen kurz nach der Geburt. Aber Fabiola hat eine sehr liebevolle Mutter, die die Kleine mit ihren 900g immer auf der Brust trug. Leider schwoll ihr Kopf zunehmend an und es wurde auch ein Hydrocephalus diagnostiziert. In der Buschklinik wurde sie aufgepäppelt. Mit 2 kg wurde ihr dort dann ein Hyrocephlaus-Ventil implantiert, was Fabiola sichtlich guttat. Sie begann zu lachen und entwickelte sich prächtig. Auch hier wäre die Operation und der lange Krankenhausaufenthalt nicht möglich gewesen ohne die Hilfe von Paten und der Operationsmaterial-Spenden der Firma Miethke. Die Mutter war ohne Sorgen, sie wurde während des stationären Aufenthaltes ernährt und es fehlte ihr an nichts.

 

Dass diese beiden Mädchen und 88 weitere Kinder heute leben dürfen ist der Hilfe unserer Paten und der Ventilherstellerfirma Miethke, welche die Shunts (Ventile) kostenlos zur Verfügung stellt, zu verdanken.


Darüber hinaus wurde auch in 2016 wieder im Ernährungszentrum, welches dem Buschkrankenhaus angeschlossen ist, über 100 Familien aus Notsituationen geholfen.


Herzlichen Dank an alle Paten und Spender, die all dies erst möglich machen!

Unsere Rundbriefe

Mit unserer jährlichen Rundbriefen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich regelmäßig über die Entwicklung unserer Projekte zu informieren. Mitglieder und Paten erhalten die Rundbriefe zugesandt.

 

Hier können Sie die Rundbriefe der letzten Jahre herunterladen