Familie Hada - Reisebericht Februar 2015

Von den Folgen des tragischen Unfalls und von vielen kleinen Wundern berichtet der Reisebericht Februar 2015 unseres Kroatien-Teams.

Eine besondere Hilfsaktion

Von einer besonderen Hilfsaktion kann das Kroatien-Team berichten. Bei einem der letzten Besuche stand zusammen mit den Jugendlichen aus dem Breza-Projket auch der Besuch und die Unterstützung von sozial schwachen Familien auf dem Programm. Drauas entwickeltee sich eine schnelle und ganz besondere Hilfsaktion.

 

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Neue Räume für Breza

Es ist Donnerstag 2 : 00 Uhr nachts, als das Kroatien-Team von Kinder brauchen Frieden sich in Bewegung setzt um nach Kroatien ins „Breza-Projekt zu fahren. Heidi und Roman haben bei diesem Hilfstransport der von der Baden –Württemberg Stiftung unterstützt wird, wieder Kleider, Lebensmittel, Hygieneartikel, Weihnachtsgeschenke, Schultaschen sowie Betten, Kleiderschrank, Türen und sonstiges Hilfsgüter dabei.

 

Ziel der Weihnachtsaktion ist wie jedes Jahr die 14 von uns seit Jahren betreuten sozial schwachen Familien zu besuchen und mit dem Nötigsten zu versorgen sowie ein weiteres Zimmer im neuen von KbF aufgestellten Dachstuhl fertigzustellen.

Nach der Ankunft der langen Fahrt, einer herzlichen Begrüßung und Erzählungen der Kinder was alles seit dem Sommer passiert ist, geht es gleich ans Ausladen unseres Transporters. In den nächsten Tagen gehen die Arbeiten dank der helfenden Hände der Breza-Kids zügig voran. Baumaterial wird eingekauft und ein weiteres Zimmer wird fertiggestellt Und mit den mitgebrachten Möbeln für zwei Kinder, die zuvor in anderen Zimmern notuntergebracht waren, eingerichtet.

 

Lebensmittel werden abgeholt, portioniert und zur Auslieferung an die sozial schwachen und kinderreichen Familien vorbereitet. Dazwischen natürlich Weihnachten, na klar das darf nicht vergessen werden. Der Baum wird von Heidi und den „Brezianern“ geschmückt, das Essen vorbereitet, geputzt „und die Mädels haben sich natürlich gerichtet“.

Ein harter Kampf ums Überleben

Auch einige unserer früheren „Breza Kinder“ Domagoj, Klara, Romana, Tihana und Ankiza kommen zu Besuch über die Feiertage. Es ist schön sich wieder zu sehen. Die Woche vor dem Jahreswechsel füllt sich mit Kinobesuch, Schlittschuhfahren, ein Besuch in einer Salzgrotte und Fahrten zu unseren Familien welche, so lang nach dem Krieg immer noch in erbärmlichen Zuständen hausen.

 

Dort laden wir Lebensmittel, Kleidung und Spielsachen ab. Bei manchen lassen wir auch noch ein paar Euro für Heizmaterial, Medikamente und Schulzeug. Sie erzählen uns vom harten Kampf ums Überleben und den Ängsten über die Zukunft ihrer Kinder, denen Sie nicht viel bieten können, von dem was die Kids in der Schule bei anderen sehen und erleben. „Papa alle in meiner Klasse haben das, warum ich nicht?“ Bei solchen Fragen sind die Eltern oft ratlos und wir auch!

Doch manchmal versuchen auch wir neue Wege zu gehen. Unsere Maria 22 Jahre alt, ein ehemaliger Brezazögling Verheiratet und 3 gesunde Kinder ist wieder schwanger und schon wieder mussten sie raus aus dem Haus welches sie mit viel Liebe und wenig Geld bewohnbar gemacht haben. Auch ihre Familie wird von uns unterstützt und diesmal mit aufklärenden Gesprächen über soziale Verantwortung gegenüber ihren Kindern, die Zukunft und wie es weitergeht.

 

Es war eine schwierige Situation, Maria und ihr Mann waren den Tränen nah, sie berichteten uns dass sie bereits über eine Abtreibung nachdachten und wie sie weitere Kinder verhindern könnten. Abtreibung! dass kam für niemanden in Frage!

 

Wir von Kinder brauchen Frieden lieben Kinder, doch zum ersten Mal seit ich in dieser Organisation bin habe ich einer Familie Geld für eine Spirale gegeben um zu versprechen sie auch weiter zu unterstützen. Solch einen gravierenden Eingriff in die Privatsphäre anderer Menschen machen zu müssen, geht uns ganz schön an die Nieren. Die Macht der Verantwortung über andere Menschen und doch Ohnmächtig zu sein all unseren Kindern ein schönes Leben zu schenken frisst mich fast auf.

 

Wir werden eine Lösung finden, da bin ich mir sicher.

Jahreswechsel in Breza

Den Jahreswechsel begehen wir geruhsam mit den Kids im Breza die nicht zum Feiern zu Freunden gehen, mit UNO Spiel und Tanzeinlagen. Nachts um 2:00 Uhr sind dann alle wieder Zuhause und Berichten über das erlebte bei ihren Party`s . Auch die letzte Woche vergeht wie im Flug.

 

Die übrigen Familien werden noch versorgt und die letzten Reparaturen im und ums Haus erledigt. Als Überraschung für uns und die Brezianer hat Suzanna noch einen Shoppingausflug nach Pecs in Ungarn geplant der allen sehr viel Spaß bereitet hat. Dort durften die zuvor durch Kerzen machen und verkaufen verdienten Kuna, in Kleidung und Kosmetik umgesetzt werden. Eine ganz neue Erfahrung von Grenzkontrolle ist das wenn man sein Fahrzeug voll hat mit Kindern und Erwachsenen aus Schweiz, Deutschland, und Kroatien und nach Europa will. Kinderschieber währen über diesen Zoll nicht rüber gekommen, wir fast auch nicht!

 

Wir kaufen dann noch einen Laptop und einen PC der dringend zur Erledigung der Schulaufgaben gebraucht wird. Denn in den Höheren Schulen geht auch in Kroatien nichts mehr ohne Computer. Der Tag der Abreise rückt näher wir packen unsere Sachen und schon jetzt fällt es uns unglaublich schwer zu gehen. Aber es muss sein, ohne unsere wichtige Arbeit in Deutschland können wir hier nicht helfen, ohne die Spenden und Spender, ohne Würstchen braten und Weihnachtsmarkt, ohne unsere Berufe und Arbeitsplätze zu Hause, hätten wir nicht die Möglichkeiten um einigen wenigen ein würdigeres Leben zu schenken.

 

Doch ganz sicher „ wir kommen wieder“

Unsere Rundbriefe

Mit unserer jährlichen Rundbriefen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich regelmäßig über die Entwicklung unserer Projekte zu informieren. Mitglieder und Paten erhalten die Rundbriefe zugesandt.

 

Hier können Sie die Rundbriefe der letzten Jahre herunterladen

 

 

Impressionen