10.000 Euro für die Flüchtlinglager im Kongo

Weiterhin Hilfe dringend notwendig

Besuch aus dem Kongo konnte vor Kurzem Kinder brauchen Frieden in Hechingen bewgrüßen. Trotz eines eng gestecken Terminkalender nahm sich Schwester Annerose während ihres Heimaturlaubes einige Stunden Zeit, um von der Situation im Flüchtlingslager in Goma (Dem.Rep.Kongo) zu berichten. Im Rahmen des Besuches wurden von Kinder brauchen Frieden 10.000 Euro für die weitere Arbeit in den Flüchtlingslagern zur Verfügung gestellt.

 

Um 13.30 Uhr klingelte das Telefon bei der 1. Vorsitzenden Cornelia Bierlmeier. Am Telefon Schwester Annerose von den Bonifatius Schwestern: "Sind Sie heute Nachmittag zu Hause? Ich würde gerne vorbeikommen, um Sie wieder zu sehen und um über Goma zu reden." Die Freude über diesen Besuch war groß, da Kinder brauchen Frieden seit dem Beginn der Projekte auf dem afrikanischen Kontinent sehr eng mit den Bonifatius Schwestern in Goma zusammenarbeitet.

 

Was Schwester Annerose zu berichten hatte, war für Leonie Schneider-Loye und Cornelia Bierlmeier schockierend. Das ehemalige Lager Mugunga (Goma) in dem 1994 nach dem Völkermord in Ruanda fast 1 000 000 ruandische Flüchtlinge gelebt hatten, ist wieder voll mit Flüchtlingen. Dieses Mal aber nicht mit Menschen aus Ruanda, sondern mit Kongolesen, die in ihrem Land vor dem Chaos flüchten: Vergewaltigungen, Morde und ein willkürliches Rechtssystem sind an der Tagesordnung.

Dank für 10.000 Euro

Hinzu kommt die Angst vor dem Krieg, dass er sich ausweiten wird und dass noch mehr Rebellenarmeen im Kivugebiet ihr Unwesen treiben werden. All das lässt die Menschen an die Grenze zu anderen Ländern flüchten, wie z.B. Ruanda. Jedoch sind diese Flüchtlinge auch dort nicht willkommen.

 

Die Ernährungszentren, die von den Schwestern eingerichtet worden sind, platzen aus allen Nähten und das Geld von Kinder brauchen Frieden reicht bei weitem nicht mehr aus. Es sieht so aus, als bahne sich eine humanitäre Kathatrophe an. Schwester Annerose bedankte sich für die großartige finanzielle Hilfe in Höhe von 10 000 Euro von Kinder brauchen Frieden und allen Spendern und betonte nochmals, wie dringend das Geld in Goma benötigt wird, um in den Ernährungszentren unterernährte Kinder aufzupäppeln. Alle drei Jahre hat sie Heimaturlaub, um etwas Kraft zu schöpfen.

 

"Diesen Urlaub hat sie sich aber auch redlich verdient, denn diese Schwestern arbeiten bis zu Erschöpfung, wie ich es selbst einmal erleben durfte, als ich in Goma war " sagte Cornelia Bierlmeier. Kinder brauchen Frieden wird weiterhin alles tun, um die Schwestern bei ihrer Arbeit zu unterstützen.